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Sinnlos

So als Außdenstehender hat man es immer leicht, objektiv diverse Probleme zu betrachten und kluge Sprüche vom Stapel zu lassen. Aber wehe, man ist selbst irgendwie Betroffener, ob nun direkt oder nur peripher Betroffener…

Am Samstag ist ein junger Bursch mit grad mal 18 Jahren einen völlig sinnlosen Tod gestorben. Sinnlos insofern, als daß er sich im wahrsten Sinn des Wortes in den Tod gesoffen hat. Grad mal so alt wie mein Stiefsohn… 18 Jahre jung und schon tot…

Im Suff eine Treppe hinabgestürzt und vorbei war sein Leben. Erschreckend, Betroffenheit unter den Freunden, die den Unfall teilweise miterlebt haben. Und Betroffenheit auch bei meinem Stiefsohn. Doch was ändert sich? Nichts.

Entsprechend dem Vorbild der “Erwachsenen”, dem Gruppenzwang, dem “Coolneß-Feeling” und was weiß ich noch alles wird weiterhin getrunken, obwohl im Hintergrund das Wissen um den Tod eines Freundes warnend die Stimme erhebt, doch die Zwänge sind größer…

Tagespresse mit Schlagzeilen wie “Drei betrunkene Mofalenker bei Routinekontrollen erwischt” und so weiter, ändern wird das nichts…

Ein, zwei Bier nach der Arbeit, drei, vier Bier oder mehr am Abend in der Runde, ach, das geht schon… Einmal Übergeben bitte und den Magen ausräumen, damit noch ein paar Bier und Whiskey-Cola Platz haben…

Man fährt ja nicht unbedingt mit dem Auto oder Mofa, nein, da ist das Risiko zu groß, erwischt zu werden… Aber auf der anderen Seite kennt man noch ein paar Schleichwege zur nächsten Disco, damit man nach dem “Vorglühen” so richtig “Party machen” kann…

Was bleibt, ist ein Brummschädel und ein schaler Nachgeschmack am nächsten Morgen, sofern es diesen noch gibt, denn, ein paar Tage zuvor ist ein Freund aus der Runde zu Tode gestürzt, am Heimweg einfach ein paar Stufen runter… im Suff…

Und in ein paar Tagen ist sein Begräbnis…

Und wann ist der nächste dran?

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